Eingewachsener Zehennagel
Unguis incarnatus · Onychocryptosis
Wenn ein Nagelrand die angrenzende Haut verletzt, kann sich ein schmerzhafter, entzündeter Bereich entwickeln. Häufig betrifft das den großen Zeh. Entscheidend für die Behandlung sind Beschwerden, Entzündungsgrad und persönliche Risiken.
Einordnung
Typisch sind Druckschmerz, Rötung und Schwellung am Nagelrand. In ausgeprägten Fällen entstehen nässendes Gewebe oder Eiter. Enge Schuhe und ungünstiges Schneiden können das Problem begünstigen; auch die Nagelform spielt eine Rolle.
Abklärung und Unterstützung
Leichtere Verläufe können mit Druckentlastung und fachgerechter konservativer Behandlung versorgt werden. Eine Nagelkorrekturspange kommt je nach Befund infrage. Bei wiederkehrenden oder ausgeprägten Beschwerden kann ein ärztlicher Eingriff am betroffenen Nagelrand und gegebenenfalls an dessen Bildungszone nötig sein. Tiefe Ecken selbst herauszuschneiden kann neue Verletzungen verursachen.
Gut zu wissen – wann handeln?
Bei Eiter, zunehmender Rötung oder starken Schmerzen ärztlichen Rat einholen. Mit Diabetes, Gefühls- oder Durchblutungsstörungen frühzeitig abklären lassen und keine Selbstbehandlung am Nagelrand versuchen.
Quellen zum Nachlesen
IQWiG: Behandlung eines eingewachsenen Zehennagels ↗
AWMF: S1-Leitlinie eingewachsener Nagel und Zangennagel, 2025 ↗
Diese Informationen ersetzen keine persönliche Untersuchung.
Quellenbasiert redaktionell überarbeitet · Stand: 18. September 2026

